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Zunächst liegt der Unterschied im H. - H steht für Hyperaktivität, die sich in motorischer Unruhe, Zappeligkeit, Fehlkoordination, hektischen Bewegungen oder Ähnlichem äußert, wobei das H auch für die Hypoaktivität, also für beide Typen stehen könnte. Bei ADS/ADHS wird in zwei verschiedene Extreme unterteilt: den Träumer (hypoaktiv) und den Zappelphillip (hyperaktiv), was allerdings nicht bedeutet, dass es zwischen diesen beiden Typisierungen keine Nuancen gibt. Wenn man sich eine Tabelle von 0 bis 100 vorstellt, stellt die 0 den Träumer dar und die 100 den Zappelphillip. 2 - 99 sind dementsprechend andere oder gemischte Ausprägungsformen. In unserer Gesellschaft gibt es durchaus erfolgreiche AD(H)Sler, bei denen das Syndrom überhaupt nicht auffällt, da sie sich im Laufe der Zeit eigene Brücken und Strukturen geschaffen haben, die die Defizite ausgleichen.
Um es einmal zu veranschaulichen, stellen wir hier beiden Typen vor:
Die Darstellung der beiden Typen ist hier auf Jugendliche abgestellt, da sie aufgrund ihrer Reife und Erfahrungen bisher nicht die Möglichkeit besaßen, sich selbst zu strukturieren.
Ein sehr disziplinierter Erwachsener würde sich an dieser Stelle vielleicht gar nicht wieder finden, da er im Laufe der Zeit seine Struktur gefestigt hat, seine Defizite von selbst erkannt und dementsprechend verändert hat, vielleicht durch einen Partner oder weil er immer wieder an Grenzen gestoßen ist und dadurch gezwungen wurde, sich zu verändern.
Astrid hat ADS der hypoaktiven Form und ist eher die Träumerin, die sich aufgrund ihrer Erfahrungen und Enttäuschungen mittlerweile so sehr aus ihrem Umfeld zurückgezogen hat, dass sie in ihrer Traumwelt lebt und vieles von der Umwelt nicht registriert. Astrid würde bei einem AD(H)S-Test folgende Fragen mit Ja beantworten: - Ich mache oft Schusseligkeitsfehler. Bei Hausaufgaben oder Klassenarbeiten entstehen Fehler, weil ich nicht genau hinschaue oder zuhöre.
- Bei Schulaufgaben kann ich mich nicht lange genug konzentrieren.
- Auch wenn ich versuche aufzupassen, weiß ich oft gar nicht, was der Lehrer gerade erzählt hat.
- Manchmal gehe ich in mein Zimmer (Keller, Küche, Garten) und will etwas holen. Wenn ich dann dort bin, habe ich vergessen, was ich eigentlich dort wollte.
- Meine Hausaufgaben dauern länger als bei meinen Klassenkameraden.
- Ich setze mich vor die Hausaufgaben und will beginnen, aber dann gehen mir andere Gedanken durch den Kopf. Ich träume vor mich hin, anstatt sie zu machen.
- Immer wieder gibt es Ärger, weil ich Radiergummis, Stifte, Regenschirme, Zettel, Hefte oder Ähnliches verliere.
- Mich nervt es, wenn es in meiner Klasse laut ist, dann kann ich nicht aufpassen.
- Ich schaue im Unterricht häufig aus dem Fenster, anstatt dem Lehrer zuzuhören.
- Die Lehrer oder Eltern sagen häufig: Pass auf! Konzentrier dich! Du könntest viel mehr, wenn du nicht so faul wärest!
- Zettel, die wir abgeben sollen, vergesse ich leider häufig abzuliefern.
- Manchmal höre ich meine Eltern wirklich nicht, wenn sie mich rufen.
- Mein Zimmer ist gewöhnlich sehr unordentlich, aber manchmal, wenn es mir zu viel wird, bekomme ich einen Aufräumflash. Ich stelle mein Zimmer dann sogar um.
- Manchmal denke ich, es stimmt irgendetwas nicht mit mir. Ich weiß aber nicht genau was.
- Manchmal denke ich auch, dass ich dumm bin, wobei ich genau weiß, dass ich es nicht bin.
Max hingegen ist der klassische hyperaktive ADSler. Er kann nicht still sitzen, braucht ständig Aufmerksamkeit und ist immer auf der Suche nach Ablenkungen. Er ist oft der Klassenclown, lässt sich von Niemandem etwas sagen und spielt den Chef. Max würde folgende Fragen mit Ja beantworten:
- In der Schule kippel ich oft mit dem Stuhl oder rutsche unruhig darauf herum.
- Ich stehe lieber auf als sitzen zu bleiben, z.B. in der Schule oder bei Tisch.
- Laufen und Klettern ist mir lieber als Sitzen.
- Ich fühle mich häufig wie von einem inneren Motor angetrieben.
- Ich rede gern schnell und viel und lasse meine Mitschüler nicht ausreden.
- Im Unterricht rede ich oft dazwischen und melde mich nicht vorher.
- Lehrer sagen mir immer wieder: Mach langsam!
- Bei einem Spiel fällt es mir schwer abzuwarten, bis ich endlich wieder an der Reihe bin. Ich werde dann unruhig und manchmal sogar aggressiv.
- Häufig spüre ich eine absolute Unruhe in mir und weiß nicht, woher sie kommt.
- Eigentlich weiß ich nicht warum, aber häufig wollen andere nicht mit mir spielen.
- Ich wünschte, ich wäre nicht so zappelig.
- Manchmal werde ich so richtig wütend auf meine Freunde und das meistens ohne Grund.
- Am liebsten mache ich aufregende Dinge und unterschätze die Gefahren.
- Egal, wie sehr ich mich bemühe, irgendjemand ist immer sauer auf mich, und ich verstehe nicht warum.
- Meine Eltern ermahnen mich immer wieder, langsam zu fahren (Skateboard, Fahrrad u.s.w.)
Natürlich ist dies hier nur eine kleine Auswahl von Verhaltensweisen, aber sie spiegeln die verschiedenen Typen im Vergleich von HYPOAKTIVITÄT zur HYPERAKTIVITÄT wieder.
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